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Freitag, 1. April 2022

Ukraine-Konflikt: Verhandlungen in Istanbul

Verhandlungen in Istanbul

Der Ukraine-Konflikt wird jetzt auch am Verhandlungstisch beraten und langsam kommt Bewegung in die Verhandlungen der Unterhändler. Nach den ersten direkten Gesprächen in Istanbul mit russischen Vertretern zeigt sich die Ukraine weiter bereit, einem neutralen Status zuzustimmen. Allerdings sei ein solcher Schritt an Bedingungen geknüpft.

Die ukrainischen Unterhändler forderten nach dem Ende der Verhandlungen in Istanbul erneut ein Ende der Kampfhandlungen in ihrem Land, einen kompletten Abzug russischer Truppen und die Möglichkeit für die ins Ausland geflohene Bevölkerung, in ihre Heimat zurückkehren zu können. Zudem will die Ukraine Sicherheitsgarantien anderer Staaten einholen.

Die Vertreter des Landes sehen etwa in der Türkei, Kanada, Polen und Israel mögliche Staaten, die Sicherheitsgarantien für die Ukraine geben könnten. In einem solchen Fall sei die ukrainische Regierung bereit, der eigenen Neutralität zuzustimmen.

Die Verhandlungen sollen nun fortgeführt werden - die ukrainische Seite nannte einen Zeitrahmen von zwei Wochen. Gleichzeitig liefen aber auch bereits Gespräche mit möglichen Garantstaaten, um die Verhandlungen letztendlich auf multilateraler Ebene zum Abschluss zu bringen. Wesentlich eher sollte aus Sicht der Ukraine ein direktes Treffen zwischen ihrem Präsidenten Wolodymyr Selensky und Russlands Staatschef Wladimir Putin stattfinden, damit "auf höchster Ebene" Vereinbarungen getroffen werden könnten.

Auch die russischen Unterhändler stellten ein solches Treffen in Aussicht. Zuvor müsse aber erst ein spruchreifer Vertrag zwischen Russland und der Ukraine vorliegen, der dann von den Unterhändlern beider Seiten bestätigt und anschließend von den Außenministern beider Länder unterzeichnet werden müsse. Erst dann könne es ein Treffen zwischen den Präsidenten geben.

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