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Donnerstag, 28. April 2022

Macron - ein Präsident auf Zeit

Macron am Eiffelturm


Die Präsidentschaftswahl in Frankreich hat Amtsinhaber Macron zwar gewonnen - ein Triumph ist es für ihn aber nicht, denn das Land ist tief gespalten. Der Schein des Wahlsieges von Macron trügt. Dieser Präsident ist gewählt worden, weil die Linken in Frankreich nicht die Rechtsradikalen von Le Pen nicht an der Macht wollten. Die Mitte gibt es kaum noch in Frankreich. Es gibt nur noch Links und Rechts. Frankreich hat sich während der Amtszeit von Macron radikalisiert.

Jedenfalls hat Macron eine zweite Chance bekommen und es hängt nun von ihm und seiner Amtsführung ab, was er politisch daraus macht. Die Bevölkerung darf in der weziten Amtsperiode gespannt sein, ob es Macron gelingt, soziale Belange und Wirtschaftsinteressen positiv zu verbinden. Aber dazu ist er auch auf die Hilfe der Wirtschaftsbosse angewiesen. Und ob für diese der soziale Frieden in einem Land genügend Bedeutung hat, darf bezweifelt werden. Wenn es irgendwo "mulmig" wird, wird halt die Firma stillgelegt und das Geld anderswo angelegt. Das machen mittlerweile sogar Mittelstandsbetriebe, nicht nur die großen Konzerne.

Überhaupt muss sich Europa als gesamtes überlegen, ob die Staaten und die Industrie weiterhin so auf "Globalisierung" setzen oder versuchen viele Produktionen wieder nach Europa zu holen. Denn was nützt etwas billigere Produktion, wenn nicht mehr genug zahlungsfähige Kunden da sind.

Mit einigen Bedenken darf man nun in Frankreich die Parlamentswahlen in einige Wochen abwarten. Und dann wird man in Frankreich sehen, wie und ob regiert werden kann. Mit Schrecken las ich heute das unter 30% der Franzosen sich zu Europa bekennen. Damit an letzter Stelle in Europa. Es gibt mehr Ungarn , Polen, Tschechen, Slowaken, die sich zu Europa bekennen.

30 Prozent der Franzosen sind erst gar nicht zur Wahl gegangen. Was wäre das Ergebnis in Frankreich gewesen hätte es wirklich ein freie Präsidentschaftswahl wie bei in Deutschland gegeben hätte?

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