Die hart umkämpfte Hafenstadt Mariupol am Asowschen Meer hat einen hohen Symbolwert für den Kriegsherren Wladimir Putin, denn die Stadt ist der Zugang der Ukraine zum Asowschen Meer und damit auch zum Schwarzen Meer. Wer die Stadt kontrolliert, kontrolliert auch den Zugang zum Schwarzen Meer. Mariupol hat deshalb hohen Symbolcharakter, weil Putin sie zum Paradestück von seinem "Neu-Russland" machen wollte.
In der seit Wochen von russischen Truppen belagerten Stadt Mariupol sind nach Angaben der Militärverwaltung mittlerweile mehr als 80 Prozent der Infrastruktur beschädigt oder zerstört. Das verdeutlicht, daß die russischen Militärs keine Kollateralschäden beim Kampf gegen die ukrainischen Verteidiger anrichten, sondern gezielt einen totalen Krieg gegen diese Stadt führen.
Mariupol ist das spezielle Hassobjekt Putins, weil sich die Stadt und ihre Bewohner 2014 noch erfolgreich gegen die russischen Freischärler, die Putin in den Donbass geschickt hatte, gewehrt hatten. Infolgedessen wird die Stadt beim zweiten Feldzug in 2022 "grossnifziert". Also ohne Rücksicht auf ziviles Leben plattgebombt.
Nachdem Mariupol und ihre Bewohner unnachgiebig Widerstand gegen die russischen Invasoren leisten, hat Putin offensichtlich eine ganze besondere "Rechnung" mit ihnen offen. Die Stadt steht vor der Auslöschung durch den Aggressor. Die umkämpfte Stadt wehrt sich jedoch mit Händen und Füßen dagegen. Die verbliebenen Bewohner kämpfen im Zweifel mit Flaschen, Besenstielen und Steinwürfen dagegen.
Städte mit hohem Symbolwert haben im Krieg immer besonders gelitten. Im Zweiten Weltkrieg waren es neben Leningrad insbesondere Stalingrad, die für den Aggressor einen hohen Symbolwert hatten. Letztere wollte Hitler mit aller Gewalt einnehmen, ohne Rücksicht auf Verluste in der Zivilbevölkerung, den gegnerischen und eigenen Truppen. Der 6-monatige Kampf in der Schlacht um Stalingrad, welche seit 1926 den Namen des russischen Diktators Josef Stalin trug, wurde zu einem fürchterlichen Gemetzel von historischem Ausmaß.
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