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Dienstag, 5. April 2022

Der Krieg in der Ukraine verlagert sich

Zerstörte Wohnhäuser in Mariupol

Der Krieg in der Ukraine verlagert sich von der Zentralregion um Kiew in den Osten und Süden des Landes. Die russische Militärführung nimmt offenbar einen Strategiewechsel in der Kriegsführung vor.

Nach dem Truppenrückzug vor Kiew bereitet sich die Ukraine auf einen massiven russischen Angriff im Osten und Süden des Landes vor. Dort soll der Donbass erobert werden. Außerdem soll es Angriffe auf Mariupol und Odessa geben. Beide Regionen waren bereits am Wochenende mit Raketen angegriffen worden. Aus dem Verteidigungsministerium in Moskau hieß es dazu, von Schiffen und Flugzeugen aus seien eine Ölraffinerie und mehrere Treibstofflager in der Nähe Odessas beschossen worden.

Nach Angaben des britischen Verteidigungsministeriums wird außerdem Mariupol weiterhin intensiv und wahllos angegriffen. Die Stadt sei mit ziemlicher Sicherheit ein Hauptziel der russischen Invasion. Ihre Eroberung würde einen Landkorridor von Russland zum besetzten Gebiet der Krim sichern, die Moskau 2014 annektiert hatte.

Die ukrainischen Streitkräfte leisteten jedoch hartnäckigen Widerstand und behielten die Kontrolle über die zentralen Bereiche. In der vergangenen Wochen war es gelungen, einige tausend Zivilisten aus der durch russische Angriffe bereits stark zerstörten Stadt zu evakuieren.

Kreig in der Urkaine

Die russische Regierung hatte nach einem Strategiewechsel angekündigt, die Gebiete des Donbass erobern zu wollen, die bisher noch nicht unter der Kontrolle der prorussischen Separatisten stehen. Diese kontrollieren Teile der rohstoffreichen Ostukraine seit 2014.


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Literatur:

Im RauschIm Rausch: Russlands Krieg von Arkadi Babtschenko

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