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Mittwoch, 27. April 2022

Tesla-Chef Elon Musk will Twitter kaufen

Twitter Nachricht

Für fast 44 Milliarden Dollar kauft Tesla-Chef Elon Musk den Kurznachrichtendienst Twitter. Der Deal sorgt bei manchen Analysten für Begeisterung: Sie hoffen, dass dank Musk Twitter für Influencer attraktiver wird.

Es gibt sie noch, die guten Nachrichten und so haben viele dem guten Elon natürlich beide Daumen bei der Übernahme von Twitter gedrückt. Das diese Person der reichste Mensch der Welt ist kann sich dabei nur positiv auswirken. Schon immer war es von großem Vorteil für die Allgemeinheit wenn möglichst viel Macht auf einen einzelnen Menschen konzentriert war. Nach dem Mark Zuckerberg mit Facebook die Welt schon zu einem noch besseren Ort gemacht hat, kann es nur gut für die Menschheit werden, wenn jemand Twitter besitzt, der zwar ein Marketing-Genie ist, menschlich aber wie ein Prol mit der geistigen Reife eines 12-jährigen wirkt.

Elon Musk ist genau die richtige Person, um seine Ansicht von “free speech” zu unterstützen: weiß, männlich, reich, privilegiert, ohne Behinderung, den ganzen Tag mit Trashtalking beschäftigt, oder mit der Vermarktung von eckigen Autos und damit, Millionär:innen ins All zu schießen. Diese Person spielt nach eigenen Regeln und wird nun als einzelner Mensch die Macht über eins der wichtigsten Medien unserer Zeit haben. Er scheint überheblich und naiv, wenn er annimmt, dass er damit etwas für die Gesellschaft tut - denn von gesellschaftlichen Themen der Normalbürger:innen hat er absolut keine Ahnung.

Musk will zukünftig die Zensur sichtbar machen. Demokratie ist sozialer Wandel und Meinungsfreiheit. Die Funktion der Zensur die Herrschenden zu schützen wird sichtbar werden. Die Herrschenden werden durch mehr Meinungsfreiheit angreifbar. Demokratischer Wandel wird möglich gemacht. Demokratie kann so endlich wieder die Lebensituation der Menschen verbessern. Die Übernahme von Twitter durch den reichsten Mann der Welt zeigt vor allem die aktuelle Konzentration von Macht in immer weniger Händen. Diese Entwicklung als etwas Positives zu feiern, ist mehr als bedenklich.

Hate Speech und Verschwörungstheorien gehören nicht zur Meinungsfreiheit. Sie zerstören hingegen den politischen Diskurs und damit die Demokratie. Genau das ist das Ziel von Musk, der nicht weniger gefährlich zu sein scheint wie Trump und Putin. Wer über diese Privatisierung jubelt und mit Musk zusammen die drohende Freigabe von Hassrede, Verleumdung, Verschwörunundgstheorien Fake-News als Meinungsfreiheit deklariert, der hält auch die Übernahme eines Froschteiches durch Störche für einen Akt der Förderung von Artenvielfalt.

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