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Mittwoch, 23. März 2022

Ukraine-Krieg: Angriffe auf viele Städte in Osten der Ukraine



Russische Truppen haben nach ukrainischen Angaben in fast allen Landesteilen angegriffen, wobei der Krieg an Härte zunimmt. Die Angriffe gehen vor allem auf die hart umkämpften Großstädte im Osten der Ukraine unvermindert weiter. Vor allem die Großstädte im Osten der Ukraine werden bombardiert.

Aber auch auf die Hauptstadt Kiew rücken die russischen Truppen weiter vor, begleitet von schweren Luftangriffen und Bombardements. Nach Angaben des Bürgermeisters von Kiew, Vitali Klitschko, sind allein dort seit Kriegsbeginn vor knapp einem Monat 65 friedliche Einwohner bei Luftangriffen getötet worden. In der hart umkämpften Hafenstadt Mariupol soll eine Fluchtroute beschossen worden sein.

Unterdessen hat das ukrainische Militär eigenen Angaben zufolge russische Soldaten aus einem anderen strategisch wichtigen Vorort von Kiew verdrängt. Nach heftigen Kämpfen seien die Russen dazu gezwungen worden, Makariw zu verlassen, teilte das ukrainische Verteidigungsministerium mit. Damit werde verhindert, dass russische Truppen die Hauptstadt Kiew aus dem Nordwesten einkesseln.

Eine Gruppe von Dörfern am nordwestlichen Stadtrand von Kiew steht am Rande einer humanitären Katastrophe. Butscha und andere abgelegene Dörfer seien von den russischen Streitkräften fast völlig abgeschnitten worden, teilten Beamte aus der Region mit.

Allerdings gibt es ein wichtiges Hindernis für die russische Armee. Denn der Fluss Irpin, den die russischen Truppen bisher nicht überqueren konnten, ist offenbar über die Ufer getreten und hat weite Flächen überschwemmt.

Viele Städte in der Ukraine werden Opfer des russischen Bombenhagels und der gezielten Raketenangriffe, darunter auch die zweitgrößte Stadt Charkiw im Osten, die Hafenstädte Mariupol und Odessa sowie Mykolajiw im Süden.

In der seit Wochen von russischen Truppen belagerten Stadt Mariupol am Asowschen Meer sind nach Angaben der Militärverwaltung mittlerweile „mehr als 80 Prozent der Infrastruktur beschädigt oder zerstört“. Die humanitäre Lage dort ist laut UNO „äußerst ernst“, mit „einem kritischen und potenziell lebensbedrohlichen Mangel an Nahrungsmitteln, Wasser und Medikamenten“. Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell nannte „das, was in Mariupol geschieht, ein schweres Kriegsverbrechen“.

Der ukrainische Verteidigungsminister Oleksij Resnikow räumte ein, dass „die Situation sehr schwierig“ sei. Zum einen sei die russische Armee „zahlenmäßig sehr überlegen“, zum anderen gebe es eine „Bedrohung durch eine Bodeninvasion“ der Armee des mit Moskau verbündeten Belarus.

Die russische Armee meldet nach eigenen Angaben einen weiteren Vormarsch in der Ostukraine. Kämpfer der selbst ernannten Volksrepublik Donezk seien weitere vier Kilometer in ukrainisches Gebiet vorgerückt, teilte der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow, in Moskau mit. Es werde um die Eroberung dreier Dörfer in der Nähe der Stadt Donezk gekämpft. Südwestlich davon sei das Dorf Uroschajne eingenommen worden. Das lässt sich nicht unabhängig überprüfen.

Nach Angaben aus Moskau haben die Kämpfer im Gebiet Luhansk die Kontrolle über mindestens drei weitere Siedlungen erlangt. Bei den Kämpfen seien mehr als 40 Soldaten der Ukraine und Militärfahrzeuge zerstört worden, sagte Konaschenkow.

Der für Putin frustierende Kriegsverlauf, der Kollaps seiner Befreiungsabsicht und die weltweite Ablehnung seines Angriffskrieges brutalisiert den Krieg gegen die Städte und Zivilisten immer weiter.

Die zahlreichen Bombardements ukrainischer Zivileinrichtungen zeigt die völlig planlose russische Gewalt, mit der russische Soldaten in den blutigen Eroberungsfeldzug mehr schlecht als recht vorankommen.

Das russische Militär führt mittlerweile einen Krieg gegen die Zivilisation eines Landes.

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