Seiten

Samstag, 8. Januar 2022

Kein grundlegender Wandel in der Politik zu erwarten

Abstimmung beim SPD-Parteitag

Ein grundlegender Wandel in der Politik wird es in diesem Land nicht geben. Begriffe wie Nachhaltigkeit, Klimaschutz, sozialer Ausgleich oder Chancengleichheit werden rein statistisch häufiger in den politischen Verlautbarungen vorkommen als bisher. Das wird es dann aber auch schon gewesen sein.

Der grundsätzliche Umbau, den unsere Gesellschaft bräuchte, wird nicht stattfinden, ja noch nicht einmal begonnen werden. Völlig Latte, wie die Protagonisten nun heißen.

Natürlich werden die Aufgabenschwerpunkte in den kommenden Jahren anders gesetzt werden müssen und manchen Bereiche wie die Digitalisierung, der Klimaschutz, aber auch die nachhaltige Fortschreibung der Rententhematik müssen stärker in den Fokus rücken. Eine wirtschaftliche, gesellschaftliche und soziale Umgestaltung unseres Landes wäre jedoch nicht zielführend. Die Strukturen unseres Landes sind stabil und haben sich gerade auch in Krisenzeiten bewährt.

Der Wachstumsgott ist es, dem nicht nur die CDU und die FDP immer huldigten, sondern eben seit vielen Jahren auch die Sozialdemokraten. Diese Religion müsste überwunden werden, sonst wandeln wir für immer in diesem ausgetrockneten Flußbett.

Und ausgerechnet unter einem Kanzler Scholz soll das gelingen? Unter einer SPD, die fest daran glaubt, dass sogar soziale Gerechtigkeit, die man auf der Fahne hat, am besten durch Wirtschaftswachstum hergestellt wird?

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen