
Unvorhersehbare Ereignisse sind nicht unbedingt Freunde der Politik, denn gerade das Unvorhersehbare lässt sich politisch schlecht bewältigen.
Die Unwetterkatastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz war vorhersehbar. Die Wetterdienste und Medien haben tagelang vor Unwettern und schwersten Regenfällen der höchsten Stufe besonders auch für das Ahrtal gewarnt, aber viele Menschen haben nicht auf die Wetterwarnung reagiert sind ohne Vorbereitung einfach ins Bett gegangen.
Im Zusammenhang mit der Flutkatastrophe ist die Frage nach der politischen Verantwortlichkeit nicht gestellt worden. Solange nicht geklärt ist, wer die Verantwortung tràgt, wird man auch nichts aus der Flutkatastrophe im Ahrtal lernen.
Alexander Kissler von der NZZ nennt das Kind beim Namen: der Klimawandel ist am wenigsten schuld an der Katastrophe. Wer das behauptet, stiehlt sich aus der Verantwortung und instrumentalisiert diese Tragödie zu politischen Zwecken.
Die Katastrophe war auch ein politisches Versagen von vorne bis hinten. Die damalige Umweltministerin Anne Spiegel verlor ihr Amt als Bundesfamilienministerin wegen politischer Inkompetenz.
Lichtblicke gibt es immer, schon weil man aus Fehlern lernt. Wenn man das tut und seinen Optimismus nicht verliert bzw. auf Vertrauen und Zusammenhalt (und -arbeit) mit anderen setzt - können gerade auch "erzwungene" und mit großem Leid verbundene - zumindest in der ersten Zeit nach dem Unglück - Veränderungen langfristig eigentlich nur Fortschritte - und damit Vorteile bringen.
Blog-Artikel:
Ein Jahr nach der Flutkatastrophe im Ahrtal
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