Die verschiedenen Parteien in Frankreich treten mit ganz unterschiedlichen Kandidaten und Programmen zur Präsidentschaftswahl am 10. April an. Frankreich steht vor einer Schicksalswahl. Die herkömmlichen Parteien scheinen ausgedient zu haben.
Das kommt dem Amtsinhaber Emmanuel Macron zupass, ist Macron nicht im Parteiapparat genährt worden wie viele andere Politiker. Er ist ein neuer Mann mit seinen Ideen. Emmanuel Macron hat eine Methode, die eher selten ist: er kann anderen gut zuhören.
Macron gibt sich im Wahlkampf kämpferisch, fordert er das Recht, die Freiheit radikal zu verteidigen, und eine radikale soziale Gerechtigkeit. Macron sagte: "Nur so werden wir es schaffen." Als hätten sie darauf gewartet, dass einer ausbricht aus den etablierten Parteien der Vergangenheit und aufbricht zu etwas Neuem.
Für Macron läuft es nicht so recht rund im Wahlkampf, in dem er sich seltsam zurückhält. Beobachter wie Unterstützer diagnostizieren, dass er Wahlkampf quasi von seinem Schreibtisch im Elysée-Palast macht, statt auf den Marktplätzen eifrig Hände zu schütteln und sich die Sorgen der Bürger anzuhören.
Er präsidiert bei EU-Gipfeln, hält Reden über europäische Sicherheitspolitik und den Krieg in der Ukraine. Der interessierte die Wähler in Frankreich aber weit weniger als in einigen anderen europäischen Ländern, etwa in Polen oder Deutschland.
Statt einer Einheitskandidatur der Linken zusätzliches Durcheinander vor der Wahl in Frankreich. Taubira rief denn auch umgehend zur „Einheit“ der Linken bei der Präsidentschaftswahl im April auf.
Die rechtsgerichtete Front National tritt gleich mit zwei Spitzenkandidaten bei der Präsidentschaftswahl an: Marine le Pen und Eric Zemmour. Die rechtsextremen Präsidentschaftskandidaten Zemmour und Le Pen haben einander den Kampf erklärt.
Der rechtsextreme Zemmour wirbt Le Pens Leute ab. Zwei Monate vor der französischen Präsidentschaftswahl liegt die Rechtspopulistin Marine Le Pen in Umfragen vor ihrem ultrarechten Konkurrenten Éric Zemmour. Aber vielen gefällt dessen Versprechen, eine »Union der Rechten« zu schaffen.
In Frankreich wächst vor der Wahl die Unterstützung für die Rechtspopulisten um Marine Le Pen. Den Ideen ihrer Partei »Rassemblement National« stimmen einer aktuellen Umfrage zufolge 29 Prozent der Befragten zu. Nur noch knapp die Hälfte glaubt, dass die Partei eine Gefahr für die Demokratie in Frankreich darstellt.
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