Die EU will einem deutschen Regierungspapier zufolge im Abschluss-Dokument des Weltklima-Gipfels die fehlenden Zusagen zur Treibhausgas-Minderung offen anprangern. Die EU setze sich dafür ein, dass diese Lücke bei der Begrenzung der Erderwärmung als Kernpunkt benannt werde, heißt es in einer schriftlichen Zwischenbilanz der deutschen Delegation.
Es gebe bei den nationalen Zusagen der Staaten (NDCs) eine "Ambitionslücke" mit Blick auf die Vorgabe des Pariser Weltklimavertrags, die Erd-Erwärmung auf möglichst nicht mehr als 1,5 Grad gegenüber der vorindustriellen Zeit zu begrenzen. "Einhaltung von 1,5 Grad erfordert drastische Emissions-Reduktionen bis 2030", heißt es im Papier.
"Insbesondere klafft eine Lücke zwischen den langfristigen Ankündigungen und den auf die nächsten 10 Jahre ausgerichteten NDCs."
Besonders der weltgrößte Emittent von Treibhausgasen, China, steht in der Kritik. Zum Treffen in Glasgow schärfte das Land seine Klimaziele praktisch nicht an. Dies hatten Deutschland und andere Staaten wie die USA bereits offen bemängelt.
Kritisch bewertet das Papier auch die internationale Klimafinanzierung, mit denen die reicheren Länder den ärmeren bei der Anpassung an den Klimawandel und einem Ausgleich der bereits entstandenen Schäden helfen sollen.
"Forderungen nach mehr Finanzierung für Anpassung und Schäden & Verluste und der Beginn der Verhandlungen zum neuen Klimafinanzierungsziel post 2025 bestimmen die Klimafinanzierungsverhandlungen und werden voraussichtlich erst auf Minister*innenebene gelöst."
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