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Montag, 31. Oktober 2022

Gedanken zur Reformation


Das Wort Reformation ist ein geläufiger, in der Sprache fest verwurzelter Begriff, doch muß wissen, was man damit sagt. Reformation - im Sinne von Re-formation - beabsichtigt ihrem Wesen nach immer wieder Rekonstruktion, Wiederherstellung und Regeneration, Wiedergeburt, ist also wesentlich positiv, nicht selten jedoch mit konservativer Konsequenz wie beim Luthertum.

Reformation heisst auch Neuformation der Gesellschaft oder Institution wie z.B. die Kirche. Beim Luthertum ging es um eine konservative Erneuerung des degenerierten und dekadenten katholischen Papsttums und des Kirchenstaates.

Luther wollte die Kirche erneuern (reformieren) entsprechend Gottes Willen, den er uns in seinem Wort, der Bibel, zeigt. Er begann die Reformation am 31. Oktober 1517 mit dem Anschlag von 95 Thesen (Lehrsätzen) an der Tür der Schloss-kirche in Wittenberg, einer kleinen Stadt im heutigen Bundesland Sachsen-Anhalt.


Reformation ist ein friedlicher Weg zur gesellschaftlichen Erneuerung, der andere heist Revolution.

Reformation hat im Kern etwas Konstantes und Bewahrendes, Revolution dagegen stets etwas Veränderndes. Bei einer Revolution geht es um Veränderung und nicht um Wiederherstellung.

Es ist ein Konstante jeglicher Kirchenorganisation, daß ihre Reformation von den gläubigsten Ketzern ausgeht: den tempel zerstören, um ihn schönder wider aufzubauen, die Wechsler austreiben, damit sich wieder die Gläubigen einfinden können.

Die Kirchen-Reformation setzt dabei die christliche Gesinnung voraus. Luther ging es um die Freiheit eines Christenmenschen, welche durch die Refornmation gestärkt werden sollte.


Reformation ist auch ein Gedankenexperiment: Reformation heisst neue Gedanken - für eine neue Zeit - denken.

Das katholische Verständnis von der Reformation: Reformation, heisst: Neuordnung, zur Form/Basis. Luther ist weg von der Basis, das Fundament ist das Papstum! Luther ein elender Spalter, Spaltungen kommen niemals von Gott!

Wahre Reformatoren waren Theresia von Avila, oder der Hl. Augustinus, aber Luther ist vom Teufel.


Weblink:

Luther-Biografie


Literatur:

Luther: Leben und Wirkung
Luther: Leben und Wirkung
von Friedrich Schorlemmer



Samstag, 15. Oktober 2022

Die Energiewende ist notwendig

Robert Habeck

Die Energiewende stellt eine große und gewaltige Herausforderung für die Regierung dar, aber auch eine große Chance, sich zu profilieren. Das Land ist noch Lichtjahre davon entfernt, den eigenen Energiebedarf mit erneuerbaren zu decken. Das Land braucht eine stabile Grundversorgung der Energie.

Die Energiewende ist notwendig, denn immer noch zu viele Energieunternehmen stützen sich noch auf Produktion aus Atom, Stein-und Braunkohle. Ein Anteil von 79 Prozent allein bei RWE.

Und sichergestellt werden sollte auf jeden Fall, daß mit dem gestern beschlossenen Importstopp russischer Kohle, nicht Kohle aus anderen Ländern mit schlechter Bilanz bei Arbeits-und Sozialstandards als Ersatz kommt. In der Börsensendung gestern Abend war von Kolumbien die Rede.

Tempo bei der zukunftsfähigen Energiegewinnung machen, erscheint angebracht und gut so, aber es gibt viele Hemmschuhe, die auf dem Weg überwunden werden müssen. Die Lobbyisten aus der die Zeichen der Zeit nicht sehen wollenden Energiewirtschaft haben lange genug gebremst und wohl endlich begriffen, dass sie auf verlorenem Posten stehen.

Ein weiterer Hemmschuh sind die nervigen Gutmenschen, die mit Bürgerinitiativen gegen Windkraft ein neues Hobby entdeckt haben. Die völlig überhöhten – und längst widerlegten - Zahlen von Vögeln die angeblich durch Windräder getötet werden gelten vielen nur als Vorwand, weil sie der Ansicht sind, Windräder würden die Landschaft verschandeln.

Den Ausbau energisch forcieren, sicher mit Sinn und Verstand, aber dennoch umfassend, denn die fossile Energie zerstört weit mehr Natur, als es die benötigte Anzahl von Windrädern etc. je tun könnte. Aber auch dafür sorgen, dass Solaranlagen und Heizungsumbau nicht nur von Staat und Mieter*innen bezahlt werden.

Samstag, 8. Oktober 2022

Mitteilung




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Freitag, 7. Oktober 2022

Wladimir Putin 70. Geburtstag

Wladimir Putin


Wladimir Putin wurde vor 70 Jahren am 7. Oktober 1952 als Sohn eines Fabrikarbeiters in Leningrad geboren.

Wladimir Putin ist ein russischer Politiker und amtierender Präsdient Russlands. Er ist seit dem 7. Mai 2012 Präsident der Russischen Föderation. Putin ist ein Machtpolitiker, der aus dem mächtigen Apparat des Geheimdienstes entstammt und auf die militärische Macht Russlands setzt.

Dasselbe Amt hatte er bereits von 2000 bis 2008 innegehabt. Von 1999 bis 2000 und erneut von Mai 2008 bis Mai 2012 war Putin Ministerpräsident Russlands. Zwischen 2008 und 2012 war er Vorsitzender der Partei »Einiges Russland«.

Von 1975 bis 1990 arbeitete der studierte Jurist aus Leningrad (heute Sankt Petersburg) für den sowjetischen Geheimdienst (KGB) in der Auslandsaufklärung. Nach seinem Ausscheiden aus dem Geheimdienst wurde er Berater von Anatoli Sobtschak, dem Vorsitzenden des Leningrader Sowjets.

1991 wurde Putin stellvertretender Oberbürgermeister von Sankt Petersburg und 1996 stellvertretender Leiter der Verwaltung der Angelegenheiten des Präsidenten Jelzin in Moskau. Im August 1999 ernannte Boris Jelzin Putin zum Ministerpräsidenten. Nach Jelzins Rücktritt wurde Putin geschäftsführender Präsident und am 26. März 2000 russischer Präsident - ein Amt, dass er zwei Amtsperioden, bis 2008 innehatte.

Putin absolvierte zunächst ein Jura-Studium an der Universität Leningrad. Von 1975 bis 1982 war er KGB-Offizier in der ersten Hauptabteilung (Auslandsspionage). Zu seinen frühen KGB-Pflichten zählte auch das Unterdrücken von Dissidenten-Tätigkeiten in seiner Heimatstadt.

1984 bis 1985 besuchte er die KGB-Hochschule in Moskau. Putin war ab 1985 in der DDR, hauptsächlich in Dresden, in nachgeordneter Funktion tätig.

Putin nutzte für seinen Aufstieg auch seine aus dem Kreis russischer Politiker herausragenden Kenntnisse des Auslandes, die er als KGB-Mann in der DDR von 1985 bis 1990 gewonnen hatte.

Wladimir Putin hat seit seinem Amtsantritt im März 2000 Russland radikal verändert. Unter Wladimir Putin ist ein autoritäres, „neo-sowjetisches" Russland entstanden.

Seit Februar 2022 ist Putin oberster Kriegsherr seines Landes. Am 24. Februar 2022 gab Wladimir Putin den Befehl, die Ukraine militärisch anzugreifen und russische Truppen nach der Ukraine zu entsenden. Bereits drei Tage zuvor hatte Russlands Präsident Wladimir Putin die ukrainischen Separatistengebiete als unabhängige Staaten anerkannt und die Entsendung von Truppen angekündigt.

Nach dem Zerfall der Sowjetunion ist das Land um ein Drittel seiner Fläche und um die Hälfte seiner Bevölkerung geschrumpft. Putin hatte damals erklärt was diese Katastrophe bedeutet, daß nämlich Millionen von Russen, russischstämmig oder in russischer Tradition und Sprache waren von heute auf morgen nicht mehr Russen waren, sondern nun außerhalb der Grenzen Russlands leben mussten. Putin hat sich damals geschworen, dem Zerfall nicht tatenlos zuzusehen.

Der machtbewußte Kremlherrscher sieht im Rahmen seines imperialen Anspruchs die Ukraine nicht als unabhängiges Land an. Überall dort , wo Länder der ehemaligen Sowjetunion, welche sich westlich orientieren und Interesse bekunden, dem westlichen Militärbündnis NATO beizutreten, verfolgt Putin die Strategie, gezielt Konflikte und Kriege anzuzetteln, um die Erweiterung der NATO bis an die Grenzen Russlands zu verhindern.

Putin hat die Ukraine, die sich in freier Abstimung eine selbstgewählte Regierung erwählt hat, aus Sorge angegriffen, daß die Ukraine sich dem Westen zuwendet und damit eine internationale Krise ausgelöst. Die Angst, daß sich die Ukraine dem westlichen Verteidigungsbündnis NATO anschließt, hat Putin dazu bewogen, die Ukraine militärisch anzugreifen.