Seiten

Samstag, 18. Dezember 2021

Vaclav Havel vor 10 Jahren gestorben

Vaclav Havel

Der frühere tschechische Staatspräsident Václav Havel starb vor 10 Jahren auf seinem Landsitz Hradecek in Nordböhmen. Der einstige Dramatiker und Held der antikommunistischen Bewegung starb am Sonntag früh mit 75 Jahren in seinem Wochenendhaus im Norden Tschechiens.

Vaclav Havel, ein unbeugsamer Moralist, Humanist und überzeugter Europäer, war die Personifizierung des Wandels in seinem Land. Der einstige Dissident zählte zu den Anführern der "Samtenen Revolution" 1989, in deren Verlauf die kommunistische Führung der damaligen Tschechoslowakei gestürzt wurde. Die Symbolfigur des gewaltlosen Widerstands wurde noch im selben Jahr zum Präsidenten gewählt. Nach der Teilung des Landes wurde Havel 1993 Staatschef von Tschechien und blieb bis 2003 im Amt.

Er habe ein "abwechslungsreiches Leben voller Abenteuer" gehabt, obwohl er kein Abenteurer sei, sagte Havel über sich selbst. Er führte ein Leben mit vielen Brüchen. Havel war und bleibt aber ein Vorbild an Moral, Menschlichkeit und demokratischem Engagement. Nach den Jahrzehnten des Kommunismus verkörperte Vaclav Havel einen Neuanfang seines Landes.

Bereits während seiner Amtszeit kämpfte Havel mit großen gesundheitlichen Problemen. Als Folge seiner jahrelangen Gefängnisaufenthalte unter dem kommunistischen Regime litt er unter einer chronischen Atemwegserkrankung. Zudem wurde er, der jahrzehntelang starker Raucher war, 1996 wegen Lungenkrebs operiert. Zwei Jahre später überlebte er einen Herzinfarkt.

In seinem Heimatland Tschechien herrscht grosse Trauer um den tschechischen Ex-Präsidenten. Politiker in Tschechien und in anderen europäischen Staaten reagierten mit großer Bestürzung auf den Tod Havels.


Weblinks:

Philosoph und Brückenbauer: Václav Havel zum 10. Todestag - www.berliner-zeitung.de

10. Todestag von Václav Havel: Das intellektuelle Gesicht der Freiheit Europas - hlz.hessen.de

Weblinks zum Tode von Vaclav Havel

Vaclav Havel gestorben - www.tagesschau.de

Ein Vorbild an Moral und Menschlichkeit - www.tagesschau.de

Václav Havel ist tot - www.dw-world.de


Blog-Artikel:

Vaclav Havel ist tot

Vaclav Havel wird 75 - ein Moralist in Zeiten der Globalisierung

»Bürgerforum« 1989 in Prag gegründet


Havel-Biografien:

Václav Havel. Dichter und Präsident. Die autorisierte Biografie
Václav Havel. Dichter und Präsident. Die autorisierte Biografie
von Eda Kriseová

In der Wahrheit leben
In der Wahrheit leben
von Michael Zantovsky

Vaclav Havel
Vaclav Havel
von John Keane

SPD - ein unerwarteter Glücksfall an der Macht

Abstimmung beim SPD-Parteitag


Die SPD ist nur durch einen unerwarteten Glücksfall der Geschichte zur Regierungspartei geworden. Das hat die Partei nicht durch besondere Leistungen oder einen überragenden Kanzlerkandidaten Olaf Scholz erreicht, sondern in erster Linie durch die Schwäche der CDU/CSU , und auch einer schwächelnden grünen Partei in Person der Kanzlerkandidatin Baerbock, die über ihre eigenen Füße gestolpert ist.

Anzuerkennen ist einzig die Geschlossenheit der Partei als erkennbar wurde, dass der selbst mit Skandalen (Wirecard und Cum-Ex) belastete Scholz das Rennen gegen schwache Gegner machen könnte. Seitdem hat die Partei eine Metamorphose im Rausch der Macht vollzogen.

Die Frage ist, wie lange diese Euphorie anhalten wird. Wie lange kann Scholz sich gegen die eigenen Linken und die Alpha-Männchen Habeck und Lindner behaupten ? Das wird sich wahrscheinlich schon bald zeigen.

Sonntag, 12. Dezember 2021

SPD und der Verschleiß von Parteichefs

klingbeil und Kühnert


Der Verschleiß von Parteichefs in der SPD liebstes Kind. Wenn man sich so anschaut, wie viele Parteichefs die SPD nach den 23 Jahren Willy Brandt so alles hatte, dann könnte man sich so die Frage stellen, ob es mehr Parteichefs oder mehr Parteitage waren.

Noch vor vier Jahren wurde auch Kühnert kaum ernst genommen, wenn man sich an das Zitat von Herrn von Lucke erinnert, mit wem die SPD als Kanzlerkandidat in die Wahl gehen solle. Etwa mit Kühnert? In der Tat verbraucht die SPD ihre Vorsitzende wie am Fließband.
Bis Gerhard Schröder waren es nicht so viele, nicht mehr als in anderen Parteien auch. Und ein Prozess der Neufindung, wie er nach Schröder notwendig und schmerzhaft war, ist naturgemäß auch mit vielen Wechseln der Vorsitzenden verbunden, also Folge und nicht Ursache.

Mittwoch, 8. Dezember 2021

Eine allgemeine Impfpflicht wird nichts bringen

Impfzentrum

Eine allgemeine Impfpflicht wird nichts bringen, denn in der Pandemie ist eine neue Gefährungssituation eingetreten: Fast alle Erkrankten sind durchgeimpft und bewegen sich in Kreisen, die weitestgehend geimpft sind und haben zum Teil starke Symptome. Auf Intensiv sind in der besonders gefährdeten Gruppe von 60+ auch viele geimpfte schwerst erkrankt.

Die Politik fährt mal wieder gerade alles vor die Wand, was geht: Aussetzen der kostenlosen Testung, Schließung der Impfzentren, unglaublicher Umgang mit dem Pflegepersonal usw. Man darf nicht vergessen: Es fehlt uns nicht an Betten, sondern an Pflegepersonal. Knapp 30 % haben den Beruf schon verlassen, der Rest wird folgen. Da hilft auch der angedachte Bonus nicht, jetzt angekündigt und auch wieder nur viel zu spät.

Die Politik hat es wegen des Wahlkampfes verschlafen, die Vorbereitungen für die Boosterimpfungen anzukurbeln. Daher kommen diese viel zu spät, so dass wir nicht parallel dazu eine Impfpflicht anordnen können, weil bereits mit den Boosterimpfungen die impfenden Ärzte und Teams nicht nachkommen.

Es hat also ein Mal mehr die Politik versagt. Wir wissen, dass die Politik ihre Fehler nie zugibt, sondern immer nur schönredet oder die Fehler anderen zuschiebt, wie es oft mit den Ungeimpften derzeit passiert. Letztendlich ist es doch eher die Unfähigkeit der Politik, aus Parteipolitischen Gründen zu handeln, der wahre Grund für die jetzige Situation. Nicht die paar Impf-unwilligen, die jetzt als Sündenbock dienen sollen.

Hätte der zukünftige Kanzler Mut, dann würde er sich hinstellen und eine Ansprache an die Nation halten. Die Mitbürger, welche sich bis dato nicht haben impfen lassen auffordern dies zu tun. Denn diese gefährden nicht nur sich und ihr näheres Umfeld, sondern auch andere Mitbürger.

Die von Corona bedrohte und gefährdete Gesellschaft wird nur eines tatsächlich schützen: Impfen, Testen, Kontakte einschränken, Abstandhalten. Alles zusammen.

Donnerstag, 2. Dezember 2021

Neue Coronavirus-Variante Omikron wohl schon länger in Europa

Impfzentrum

In Südafrika ist eine neue Coronavirus-Variante, die den Namen "Omikron" trägt, aufgetaucht. Jede bisher bekannte Variante war schon im Land, bevor die Politik in ihrem aktionistischen Eifer versuchte, die bereits erfolgte Verbreitung rückgängig zu machen. Das war beim Urtyp so, das war bei der Delta-Variante so. Und nun heißt sie halt Omikron.
Offensichtlich greift diese Mutante vermehrt auf jüngere Menschen zu - aber nicht nur. Sie ist offenbar sehr ansteckend, wobei Infizierte sehr differnzierte Symptome gegenüber der Delta Variante wahrnehmen. Kein Geschmacksverlust, keine Lungenbeschweden (wichtig!) sondern nur grippeähnliche Symptome wie Müdigkeit und Gliederschmerzen. Also heißt es nun: abwarten und impfen. Es wird mit entsprechendem Schutz nicht so schlimm werden.

Dass die neue Variante ansteckender als die bisherige ist, steht dabei eigentlich außer Frage. Denn wenn sie es nicht wäre, könnte sie sich nicht gegen Delta durchsetzen. Die wichtigen Fragen sind, ob die Impfungen genauso gut helfen und wie das Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs ist.

Das beste, was passieren könnte, wäre übrigens eine hochansteckende Virusvriante, die keine schweren Verläufe verursacht.