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Samstag, 25. März 2023

Bürgermeister und seine Umgangsformen

Möller


Der Mensch ist wie seine Umgangsformen, denn es sind stets seine Umgangsformen, die einen Menschen am besten charakterisieren, wenngleich es auch Blender gibt, die ihre Form geschickt zu verstellen wissen. Bei einer Amtsperson kommt neben den allgemeinen Umgangsformen auch noch die Amtsführung als Charakteristikum ins Spiel, denn die Art der Amtsführung ist auch eine Charakterfrage.

Der Bürgermeister der Gemeinde Schenklengsfeld - so der formelle Titel der Amtsperson - ist offenbar so ein Blender und ein Meister der Gefügigmachung und Manipulation von Menschen zur Verfolgung seiner eigenen, ganz persönlichen Ziele.

So wie der Mensch, so auch seine Umgangsformen: der Amtsinhaber setzt Zeugenaussagen zufolge unablässig und über einen langen Zeitraum Nötigung, Drohung und Einschüchterung - ein Instrumentarium aus dem Handwerkskasten eines Despoten gewohnheitsmäßig und gezielt als Mittel gegen unliebsame Mitbürger ein. Durch sein Einwirken stört er erheblich den sozialen Frieden, zerstört diesen sogar. Die verwerfliche Person läßt die Gemeinde offenbar in tiefer Schande versinken.

Durch nichts beweist ein Mensch seinen Mangel an Charakter als durch die Verwerflichkeit seines Tuns. Besonders verwerflich bei seinem Tun: Der trickreich sprachgewandte Blender mit oberflächlichem Charme und erheblich übersteigertem Selbstwertgefühl soll vor Aufhetzung nicht zurückzuschrecken und auch nicht davor, Nachbarn aufzuhetzen, besonders wenn sich unter den Nachbarn ein von ihm so geschätzter Kirmesbursche befindet.

Der umtriebige Bürgermeister der Gemeinde Schenklengsfeld setzt offenbar auf das Ansehen seines Amtes und seiner Person, hat aber seinen Einfluß gründlich mißbraucht, hat er doch in krankhafter Zwanghaftigkeit nur das Schlechte im Menschen hervorgebracht. Gemessen an seinen Umgangsformen, handelt es sich bei der Amtsperson um keinen Bürgermeister im herkömmlichen Sinne, sondern um in ein Amt gelangte Abwegigkeit.

Der Bürgermeister, dem nichts Abwegiges fremd zu sein scheint, scheint ein Musterbeispel dafür zu sein, was in einer Gemeinde geschehen kann, wenn eine Person sich gefügig gemachter Dritter für seine ganz persönlichen Zwecke bedienen kann. Aufgehetzte Jugendliche, die den Sinn ihres Lebens nur noch in Verwahrloung sehen und deren Eltern mutmaßlich Nichts von den Umtrieben ihrer aufgehetzten und mißbrauchten Sprößlinge wissen. Dem Vernehmen nach ist bei dem Verhalten der Jungendlichen die Verwahrlosung der Jugendlichen bereits in Fleisch und Blut übergegangen.

Wie die Umgangsformen, so auch die charakterliche Eignung einer Person. Der Mangel an charakterlicher Eignung läßt sich am persönlichen Verhalten, den Umgangsformen und der Einwirkung bzw. des Einwirkenlassens erkennen.

Der Bürgermeister der Gemeinde Schenklengsfeld hat durch sein fortgesetztes Fehlverhalten nicht nur für das Unwohl des Bürgers gesorgt, sondern auch der Demokratie einen Bärendienst erwiesen, tritt er die Demokratie durch sein Verhalten buchstäblich mit Füßen. Wer mit Problemen nicht anders umgehen kann, hat in einer Demokratie nichts zu suchen. Sein Walten beweist ganz offenkundig, was er von Demokratie verstanden hat: nämlich nichts.

Der beschuldigte Bürgermeister erweist sich als schlechtes Vorbild: Wo käme man in einer Gesellschaft wohl hin, wenn sich jeder, der mit einem Problem nicht umgehen gehen, sich so benehmen würde? - Es ist zu fragen wie eine solche Person jemals überhaupt in ein Amt gelangen konnte. Vielleicht sollte man ihm auch mal ein paar Irre vor seine Haustöre schicken.



Bei diesem "Bürgermeister" muss man sich infolge seiner Obwaltung wohl von allen zivilisatorischen Standards verabschieden, die man von einem deutschen Amtsträger normalerweise gewohnt ist. Offensichtlich ist es an der Zeit, die öffentliche Ordnung in der Gemeinde zum Wohle der Bürger wiederherzustellen. Wie sagte schon der alte Goethe: »Nein, er gefällt mir nicht, der neue Burgemeister! Nun, da er's ist, wird er nur täglich dreister.«

Samstag, 11. März 2023

Widerstandskämpferin Traute Lafrenz gestorben


Die letzte Widerstandskämpferin der Gruppe »Weiße Rose« ist tot. Die in Hamburg geborene Traute Lafrenz starb nach Angaben ihres Sohnes am 6. März im Alter von 103 Jahren in der Nähe von Charleston.

Traute Lafrenz kam 1919 in Hamburg auf die Welt und wechselte 1941 als Medizinstudentin von der Hansestadt an die Münchner Universität. Im Sommer 1941 lernte sie Hans Scholl auf einem Konzert kennen und die beiden verliebten sich "einen Sommer lang", wie die »Weiße Rose Stiftung« mitteilte. Sie blieb Hans Scholl, seiner Schwester Sophie und seiner Familie auch danach eng verbunden. Später brachte sie unter anderem Flugblätter der »Weiße Rose« nach Hamburg.

Die Gruppe um die Geschwister Hans und Sophie Scholl hatte mit Flugblättern zum Widerstand gegen die NS-Diktatur und zur Beendigung des Zweiten Weltkrieges aufgerufen. "Sie war eine Mitwirkende, aber hat kein Heldentum gesucht, sie hat gehandelt, weil sie es für wichtig und notwendig hielt", sagte die Vorsitzende der »Weiße Rose Stiftung«, Hildegard Kronawitter.

Vor vier Jahren war Traute Lafrenz das Bundesverdienstkreuz verliehen worden. "Traute Lafrenz gehörte zu den Wenigen, die angesichts der Verbrechen der Nationalsozialisten den Mut hatten, auf die Stimme ihres Gewissens zu hören und sich gegen die Diktatur und den Völkermord an den Juden aufzulehnen", würdigte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier damals ihren Widerstand in der NS-Diktatur.